flyingwilli

Abheben mit Willi


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Fehlinterpretationen

Da hat der rennende Willi seine “Million Leser” ganz schön lange im Stich gelassen. Über Monate erschien auf dem “grössten Laufblog Europas” nichts mehr. Anscheinend fliegen ihm die Laufprodukte nicht mehr so direkt zu, deren Pressemitteilungen er dann linkisch verwerten konnte. Die Themen seiner Podcasts sind ihm schon längst ausgegangen, seine permanenten Wortwiederholungen sind nicht mehr zu hören.

Und nun ein kurzes Comeback: In seinem neuesten Artikel schreibt er, dass sein Buch auch nach einem Jahr noch ein “aktueller Bestseller” sei. Begründung: Auf der Webseite der Verlagsgruppe erscheint sein Buch immer noch aufgelistet unter “Aktuelle Besteller”. Schön – und nun sehen wir uns das mal in Tat und Wahrheit an:

Beim gelieferten Bildausschnitt handelt es sich um ein verlagseigenes Werbefenster. Dort werden die Verlagswerke präsentiert, in einem Fenster mit ständig wechselnden Bildern. Wie dabei der Begriff Bestseller ausgelegt wird, hat flyingwilli hier schon erklärt. Dem rennenden Willi hat nun wohl der eigene, cookiegeschwängerte Computer einen ziemlich grossen Streich gespielt. Denn wer immer und immer wieder sein eigenes Werk in den Computer eintippt, der wird auch in allen Werbefenstern immer wieder sein eigenes Werk sehen (müssen) – je nach eigener Vorliebe.
Bei flyingwilli erscheint die “Laufbibel” nicht bei den Bestellern – Cookies sind nämlich intelligent. Die wissen genau, was es sich zu empfehlen lohnt.

Viel mehr würde uns interessieren: Wie sehen denn die Zahlen seines sogenannten Bestsellers aus? Da der rennende Willi sich ja immer gerne auf Amazon beruft, sehen wir uns die Zahlen einmal an. Dort sind sie nämlich abrufbar. Und zum Vergleich nehmen wir einen echten Besteller – den neuen Roman von Jonas Jonasson ” Die Analphabetin, die rechnen konnte”. Er wird unter aktuelle Bestseller der gleichen Verlagsgruppe angepriesen.

 

Bestseller-Zahlen

     Das Buch des rennenden Willis

Echter Bestseller - Jonasson

Bestseller von Jonasson

Wir notieren uns also die Besteller-Zahlen des Monats März im Verhältnis 25:1825!!! Ein schönes Ergebnis, das den rennenden Willi nicht interessieren wird. Er wird sich weiterhin am verlagseigenen Werbefenster erfreuen und täglich so lange davor warten, bis sein eigenes Bild darin erscheint.


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Übersinnliche Kräfte

Die Leser des rennenden Willis sind aufmerksam. Ihnen entgeht nichts. Spätestens nach dem zweiten Text, den sie auf seiner Webseite lesen, wissen sie auch, dass ihnen nichts entgeht, wenn sie sich das entgehen lassen. Nun gibt es beim rennenden Willi aber auch was zu hören. Natürlich  nicht seine No. 1 – Podcasts, die schon ewig nicht mehr produziert werden. Nein, er hat sein Bikers High einst musikalisch untermalt:
> Zum Bikers High

Auf Nachfrage wollte der rennende Willi nicht sagen, welchen Song er denn derart läufig interpretierte. Flyingwilli-Lesern kann man aber nichts vormachen. Sie achten auf jedes noch so kleine Detail. Und so erhielt flyingwilli eines Tages, nach intensiver Recherche, eine Email mit dem entsprechenden Link zum Original:
> Higher geht’s nicht!

Damit erklären sich auch die “österreichischen und europäischen Bestzeiten” (Zitat aus dem Fachblatt NÖN). Vergesst die Stromtherapie! Vergesst den Hasensaft! Vergesst Wundermessgeräte! Der rennende Willi erhält seine Energie von weiter oben. He can move the mountains! His God ist mighty to save! Gegen solch übersinnliche Kräfte kann man mit normalem Training nicht antreten. Halleluja!

Nicht dass flyingwilli jetzt falsch verstanden wird. Niemand hat etwas gegen Gläubiges, wenn es nicht ungläubig wirkt. Doch wer heimlich und krampfhaft seinen Glauben lebt, sollte sich auch öffentlich danach benehmen. Heisst es da nicht:
- Du sollst deine Nächsten nicht linken mit bezahlten Links!
Oder:
- Du sollst nicht falsch Zeugnis reden…
Solches Fehlverhalten lässt sich nicht einfach mit Hasensaft wegtrinken. Oder wie es Laufkater in ihrem Blog ganz treffend beschreibt: “Irgendwie kommt der Versuch, nicht arrogant zu sein, ziemlich arrogant rüber!”
Amen!


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Seriöser Journalismus

Lieber Michael Weller

Mit grossem Erstaunen las ich Ihren Bericht in den NÖN (Niederösterreichischen Nachrichten). Viele Fragen blieben am Ende unbeantwortet. Wurden Sie für den Artikel bezahlt? Haben Sie den Text nur abgeschrieben? Glauben Sie einfach alles, was man Ihnen so erzählt? Doch der Reihe nach:

ZeitungsberichtEs beginnt schon mit dem Untertitel des Artikels: “Der Ausnahmeläufer Willi Prokop lehrt in Wiener Neustadt seine Trainingsmethode.” Na, da wird sich das Franchise-Unternehmen, für das der rennende Willi gerade tätig ist, aber bedanken. Schon gleich nach der Eröffnung wird aus Bodystreet Willis Trainingsmethode? Dass sich der rennende Willi gerne an anderen Methoden orientiert, ist ja nichts Neues. Das Fitnessunternehmen wird sich aber sicherlich sehr freuen, wenn der rennende Willi seine Methode unter anderem Label verbreitet.
Weiter im Text: “Das Buch mit der Methode des rennenden Willis ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Bestseller.” Da ist uns allen wohl etwas entgangen. Das Buch ist in keinem der Länder je in einer Bestsellerliste aufgetaucht. Oder könnte es sein, dass Sie die vierte Unterkategorie bei Amazon für die aktuelle Bestsellerliste halten? Das Buch wurde wohl vom Verlag als Bestseller gepusht, hat den tatsächlichen Status aber nie erreicht.
Es wird noch besser: “Heute gilt Willi Prokop als einer der schnellsten Läufer Österreichs, hält eine Halbmarathon-Zeit von 1:19 Stunden und lehrt zahllosen Laufbegeisterten seine Trainingsmethoden.” Ausser dem Punkt ist in diesem Satz ja schon beinahe alles falsch. Die Zeit ist zweifellos nicht schlecht, der Rekord in Österreich liegt allerdings bei 1:01 Stunden, es gibt zahlreiche schnellere Läufer in Österreich und die “zahllosen Laufbegeisterten” lernten die Methode wohl in all den abgesagten Laufcamps des rennenden Willis.

Im Zentrum steht noch das schöne Zitat des rennenden Willis: “Ich mache nichts Besonderes, aber ich mache es jeden Tag.” Das ist ja schön, beisst sich aber so ziemlich mit dem Slogan des Unternehmens “Warum ständig trainieren, wenn 20 Minuten locker reichen?”.  Alleine das wäre ja schon eine Frage wert gewesen, aber Herr Weller war wohl gerade nicht in Frage-Laune.

Lieber Michael Weller, es wäre wirklich schön, wenn Sie für Ihren nächsten Artikel auch ein wenig recherchieren würden. Denn vom seriösen Journalismus sind sie mindestens so weit entfernt, wie der rennende Willi vom schnellsten Läufer Österreichs!

> Link zum Zeitungsartikel


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Die Werbemaschinerie läuft

Genau heute eröffnet der rennende Willi sein neues Standbein. Er ist Franchise-Partner von Bodystreet in seiner eigenen Filiale in Wiener Neustadt. Damit begibt er sich in eine nur scheinbare Freiheit. Als Franchise-Unternehmen hat er sich strikt an die Vorgaben des Mutterhauses zu halten.

Training unter StromWo es früher noch hiess: “Gehpausen machen schnell” oder  “regelmässiges Training hält fit”, lautet das neue Motto des rennenden Willis: Warum ständig trainieren, wenn 20 Minuten locker reichen? Beinahe könnte man meinen, das wäre früher das Arbeitsmotto des rennenden Willis gewesen. Oder wie konnte er sonst täglich bis zu 9 Artikel auf seiner allwissenden Webseite veröffentlichen?
Gearbeitet hat der rennende Willi in letzter Zeit. Er ist nun zertifizierter Bodystreet Instructor. Kaufen kann man damit wohl nichts, ausser eines eigenen Fitnessstudios, für das man regelmässige Abgaben entrichtet. Dafür erhält man wichtige Arbeitsmodule: FAQ’s der Bodystreet Methode, Grundlagen der Kommunikation oder Rollenspiele & Praxistransfer. Regelmässige Leserinnen und Leser merken schnell: Viel musste der rennende Willi nicht mehr lernen. Kommunikation kann er, wenn auch nur einseitig. Rollenspiele beherrscht er blind. Seinen “Fans” spielt er wendlermässig schon länger etwas vor. Ja, entweder man hat es - oder man hat es nicht!

Leider verkauft man nur etwas, wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt. Daher hat der rennende Willi sich wieder auf Facebook verwirklicht. Davon hält er ja nachweislich gar nichts und hat bereits viele seiner Freunde von heute auf morgen im Regen stehen lassen und seine Seite abgeschaltet, als sich kritische Stimmen häuften. Schnee von gestern, heute will der Willi Kundschaft – und eröffnet eine neue Facebook Seite unter Bodystreet Wiener Neustadt.
Dort findet nun die ganze Lobhudelei statt: Dein Coach beim Training. So bleibt dein Coach fit. Dein Coach erhält das Hygienezertifikat. Der rennende Willi ist nun offiziell stubenrein. Dort werden die wichtigen Dinge des Lebens gepostet. Sieht man sich aber das schmerzverzerrte Gesicht des Coachs beim Training an, bin ich nicht so sicher, ob der Stromgenerator schon richtig eingestellt wurde.

Und irgendwie wird man das schlechte Gefühl in der Bauchgegend nicht los, dass sich die Strommethode so ziemlich mit derjenigen des rennenden Willis beisst. Was gerade eben in seinem Buch noch wichtig war, kann nun locker in 20 Minuten erledigt werden. Hasensaft war gestern, heute zählt die Stromtherapie. Irgendwie hat sich der rennende Willi einfach dem Nächsten verkauft. Rollenspiel eben. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Es gibt auch Gutes zu berichten: Solange der rennende Willi mit seinem Stromgerät beschäftigt ist, verschont er den Laufsport mit seinen Halbweisheiten. Seine “Million Leser” hat “DAS Vorbild” in gewohnter Manier schon seit längerer Zeit einfach links liegen lassen.


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Von Vor- und anderen Bildern

Der Laufpapst war gestern, vergesst das Buch – ER ist nun ein Vorbild. Nicht irgend eines – DAS VORBILD! So titelt auf jeden Fall das Magazin Wunderwelt Wissen und der rennende Willi nutzt diese Story, um endlich einen neuen Beitrag für seine Million Leser zu schreiben. Bescheiden soll der Artikel sein, demütig, hinter vorgehaltener Hand soll noch ein wenig das Lob an seiner Person erwähnt werden. Regelmässige Leser wissen: Das schafft er nicht!
“Ein Vorbild” sei er, es ging “hauptsächlich um seine Erfahrungen”, “immer wieder wird der Bogen zu ihm gespannt”, “sein TUN wird höher bewertet als die Wissenschaft”. Darauf ist er nun stolz!

WunderweltBewegen wir uns einmal zu den Fakten: Kennt jemand das Magazin Wunderwelt Wissen? Es dürfte schwierig sein, bei einer verkauften Auflage von gerade einmal 70’000. Geht das schon unter Streusendung? Die Wissenschaft hatte eben schon immer einen schweren Stand.
Grundsätzlich geht es in dem Artikel um die Gewichtsabnahme des rennenden Willis. 20 kg - das mag man ihm gönnen. Aber: Wetten, dass es noch zahlreiche Menschen gibt, die Grösseres vollbracht haben, ihre Leistung jedoch nicht derart lautstark in die Öffentlichkeit stellen müssen.

Der rennende Willi weiss selbstverständlich auch, weshalb er ein Vorbild ist: “Bei mir steht das TUN im Vordergrund. Vorlaufen wie es geht. Und nicht vorreden oder vorschreiben.”
Von welchem TUN redet er gerade? Von seinen abgesagten Laufcamps und Laufveranstaltungen, von seinem nicht aufgelösten Wettbewerb? Was will er vorlaufen? Mit gerade mal einem Wettkampf pro Jahr punktet der Laufexperte wohl kaum. Er will nicht vorreden und vorschreiben? War es nicht der rennende Willi, den man als Redner buchen kann, der ein eigenes Buch mit einer einzigartigen Methode veröffentlicht hat? Weiss er überhaupt noch, was er schreibt?
Titel scheinen ihm wichtiger zu sein, als Inhalte. Das war schon immer so. Denn selbst die Altersangabe auf seiner Webseite ist nicht mehr aktuell. 34 – das war einmal. Und so hat sich schon mancher sein Vorbild nur eingebildet!


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Partner nach Vereinbarung

Manchmal schreibt der rennende Willi die schönsten Geschichten wirklich selbst. Exakt 20 Tage nach der Veröffentlichung auf flyingwilli, findet das rennende Vorbild noch selber heraus, wo ihn sein Weg hinführt. Er eröffnet eine Bodystreet Filiale. Gut so… und was gibt’s Neues?

Man stelle sich vor, ein vermeintlicher “Bestseller-Autor” veröffentliche eine Laufbibel (angelehnt an den Laufpapst) und erklärt in 11 Geheimnissen, wie man perfekt trainiert und Bestzeiten läuft. Es werden regelmässiges Laufen, Gehpausen und Trainingsvariationen zelebriert. Und dann heisst es plötzlich: 20 Minuten Training pro Woche reichen locker! Halleluja, der Erfinder der Rennenden-Willi-Methode hat endgültig den Dreh raus. Er macht aus Wasser Wein. Angeschmiert sind alle, die sein Buch gekauft haben. Denn nun ist gar mit 20 Minuten alles möglich!

Als Franchisepartner eröffnet der rennende Willi nun eine Bodystreet-Filiale… Moment, was war das noch? Als Franchisepartner? Jetzt wird es spannend. Nix mit perfektionierter, eigener Methode. Er springt auf einen fremden Zug auf. Da war tatsächlich einer noch schneller und noch besser in der Methodenwahl. Hat sich der Papst zu sehr auf seinen Lorbeeren ausgeruht?
In einem Franchisevertrag ist alles geregelt: Die Art der Methode, Aussehen und Material der Filiale, Preise. Es bleibt kein Spielraum für artfremde Massnahmen. Obwohl Gehpausen unter Strom sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen würden. Sitzt deswegen die Million seiner Leser seit Wochen auf dem Trockenen? Beim Franchising darf man eben nicht Wasser predigen und Wein trinken. Und nun coacht der rennende Willi eben alle seine Kunden mit dieser Erfolgsmethode zu ihren Zielen. Was interessiert mich mein Geschreibsel von gestern, nun interessiert mich das Geld von morgen, denn die 20 Minuten sind teuer bezahlt. Das kann nicht nur am Öko-Strom liegen.

FolterzelleAuf jeden Fall ist der rennende Willi nun einem starken Partner unterstellt. Er muss sich hüten, seine Halbweisheiten weiter zu streuen, wenn sie dem eigenen Training widersprechen. Es dürfte wohl eine zu hohe Hürde für den Laufpapst werden. Wir werden sehen… Wie man auf der Karte erkennen, hat der rennende Willi seiner Filiale bereits einen eigenen Namen gegeben: Folterzelle-Gedenkraum. Tolle Idee, so weiss man auf den ersten Blick, woran man ist!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen flyingwilli-Leserinnen und Lesern für ihre Treue bedanken. All die Kommentare, die spannenden Hintergrundgeschichten, die persönlichen Erfahrungen mit dem rennenden Willi halten die Seite länger am Leben, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich erhalte immer noch regelmässig Rückmeldungen, komischerweise sind sie zu 99% positiv und unterstützend. Ich kann mir das gar nicht so richtig erklären ;-) Und ein Gerücht kann ich definitiv aus der Welt schaffen: Von der Million Besucher bin ich so weit entfernt, wie… der rennende Willi selber.
In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Festtage und ein gutes Neues Jahr – Stösschen!!! Nein, laut Franchise-Partner heisst das nun: Strom-Stösschen!!!


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Bestseller-Autor?

Der rennende Willi lebt in einer selbst erschaffenen Welt der Superlative: Laufpapst, Blogger No. 1, Bestseller-Autor. Die Titelsucht des rennenden Willis kennt keine Grenzen. Und er feiert sie nicht etwa leise vor sich hin. Nein, seine Million Leser soll an den Erfolgen teilhaben. Der rennende Willi sammelt jedes Fitzelchen seines Erfolges und veröffentlicht es genüsslich. Ein genauer Blick lohnt sich.

Was ist ein Bestseller?
Ein Buch, das sich sehr gut verkauft, sich international etabliert. Eine kleine, feine, unscheinbare Geschichte, die plötzlich bei einem grossen Publikum auf reges Interesse stösst.

So weit der Plan. Der rennende Willi bezeichnet sich nun als Bestseller-Autor – omnipräsent auf jeder Seite. Doch was hat er mit seinem Werk wirklich erreicht? Woher nimmt er sein Gütesiegel? Der rennende Willi orientiert sich am Giganten Amazon. “Schon am zweiten Tag nach Erscheinen ist mein Buch … das meistverkaufte Laufbuch bei Amazon.” Ein tolles Ergebnis. Unterstützt wird das grandiose Resultat mit einem Bild und Rang 1. Bei näherer Betrachtung fällt allerdings auf: Das Top-Resultat findet in der dritten Unterkategorie statt: Bücher > Sport & Fitness > Laufen & Leichtathletik. Dort befindet man sich schon mitten in der grossen Anonymität der wenig beachteten Werke. Verkaufsexperten bestätigen denn auch: Eine Nummer 1 in einer Unterkategorie bei Amazon ist kein Bestseller! Im Falle des rennenden Willis befinden wir uns ja sogar in einer Unter-Unter-Kategorie. Und wirklich anhaltend ist der Erfolg der Laufbibel nicht. Aktuell befindet sich das Werk gar nur noch auf Rang 75 der Unter-Unter-Unter-Kategorie bei Amazon. Tiefer fallen kann es nur noch, wenn es gar nicht mehr verkauft wird.

Rang 75Noch klarer wird der Begriff Bestseller durch die Antwort eines Verlagsmitarbeiters in einem Frageforum: ” Nicht überall wo “Bestseller” draufsteht, ist Bestseller drin. Den Verlagen bleibt es überlassen, ab welcher Auflage oder ob überhaupt dieser Begriff benutzt wird.  Auch Verkaufslisten werden nicht immer von Lesern geprägt sondern von Auslieferungen der Verlage, dabei sind die Rückläufer nicht abgerechnet! Der Verkaufserfolg also eher “subjektiv”… “

Ein Fitzelchen aus der Sammlung des rennenden Willis auf der “Über mich-Seite”schwächt den hochgelobten Erfolg gleich selber ab und bestätigt die genannte These. Der eigene Verlag erklärt dort das Willi-Buch zum Spitzentitel des Frühjahrsprogramms, macht den rennenden Willi zum Zugpferd der aktuellen Laufaktion und bietet Dekopakete an. Der Bestseller scheint also hausgemacht, denn in einer offiziellen Bestsellerliste erscheint das Werk nicht. Sie werden weder auf Unter-Unter-Kategorien aufgebaut, noch nach Auslieferungen der Verlage. Dort zählt einzig der Erfolg. Nur einer scheint das noch nicht bemerkt zu haben – der Bestseller-Autor himself.

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